InNorma

Choreographie: Daniela Kurz

Bühne: Stefan Morgenstern

Kostüme: Stefan Morgenstern
u. Daniela Kurz

Ensemble TrANZFORM, WilhelmaTheater Stuttgart

Foto: Privatarchiv

„In dieser Welt kann sich der Mensch nicht frei bewegen: Die Bühne des Wilhelma-Theaters wird von weiß-schwarzen Maßstäben dominiert, die Stefan Morgenstern aus dem Schnürboden herab hängen lässt. Zwischen ihnen bleibt nur ein knapp bemessener Raum. Felix Dumeril, Barbara Grasso und Katrin Wimmer versuchen anfangs, sich tanzend mit diesen Umständen zu arrangieren, sie nutzen robbend ihre kleine Freiheit. Die Hände übertragen die Normen der Latten auf ihre Körper, doch nichts an ihnen entspricht dem Regelwerk. Die Choreografin Daniela Kurz hat mit der Uraufführung des Ballettes in Norma eine Grundlage zum besseren Verständnis ihres "oben körperlos" geschaffen, das im 2. Teil des Abends folgt.

Allmählich regt sich in den Tänzern Widerstand, sie stoßen die Messlatten beiseite, beginnen, sich Individualität zu erkämpfen. Für kurze Zeit weichen die Latten diesem Ansturm. Doch bald sinken sie wieder nieder, versperren den Raum, sind unberechenbar geworden - das Ringen war vergeblich, die Tänzer verschwinden im Dunkeln. Kurz und Morgenstern ergänzen sich in idealer Weise. Selten sind sich bewegender Mensch und bewegtes Bühnenbild so sehr zu einer Einheit verschmolzen...“

- Bernd Krause / Stuttgarter Zeitung

„ ... Das ist kein propagandistisches Ballett, sondern eine sanfte Studie der Resignation, optisch durch seine beherrscht ökonomisch ausgewogene Bewegungssprache für sich einnehmend, die den Versuch, maßtechnische Standards auf den menschlichen Körper zu übertragen, gekonnt in den Tanzfluss bindet. Stefan Morgensterns kinetisches Bühnenbild ergänzt dies mit beklemmenden Bildern. ...“

- Helge Martin / Esslinger Zeitung

„... mit Meßlatten hat Stefan Morgenstern die Szene ausgekleidet mit schwingenden Mikadostäbchen im Bühnengehäuse...“

- Hartmut Regitz / Stuttgarter Nachrichten