Ashes

Choreographie: Daniela Kurz

Bühne u. Kostüme: Stefan Morgenstern

AaltoOper, Essen

„ ...Am Anfang tanzt das 12-köpfige Ensemble auf knappstem Raum. Selbst wenn sich der Kasten, den Stefan Morgenstern auf die Bühne baut, wenig später hebt, fallen nicht die Mauern. Neue Wände türmen sich vor den Tänzern und Tänzerinnen auf und immer wieder rennen sie gegen die Mauern an. Sie ziehen sich an den Hindernissen hoch, sie stemmen sich davon ab. Sie springen dagegen an; sie wagen jeden erdenkbaren Versuch, den Widerstand zu überwinden, und scheinen sich am Schluss, erschreckt ins Publikum schauend, doch nur mit einer weiteren Wand konfrontiert: Ein klaustrophobischer Alptraum, ...“

- Hartmut Regitz / Stuttgarter Nachrichten

„ ... Hier in Stuttgart, wo sein Tanz erheblich dynamischer und intensiver als auf allen Bühnen zuvor wirkt, hat sich Ashes von einem allgemein gehaltenen Kampf einer Menschengruppe gegen die unüberwindlichen Grenzen zu einem erregenden Bild aus dem Innenleben einer Choreografin gewandelt. Ein schöpferischer Geist, von der anfänglichen Umklammerung durch Stefan Morgenstern im mächtigen Kubus befreit, brandet wieder und wieder, Tag um Tag, gegen das an, was ihn sich selbst behindert lässt. Er entwickelt dabei Rituale zum Niederringen der Resignation, holt unkonzentriert schwirrende Gedanken zurück und sammelt neue Kräfte, um notfalls das mit dem Kopf zum Einstürzen zu bringen, was er nicht überspringen kann...“

- Bernd Krause / Stuttgarter Zeitung