Percussiv

Komposition: M. Eggert

Choreographie: Daniela Kurz

Bühne u. Kostüme:
Stefan Morgenstern

Städtische Bühnen Nürnberg, Gr. Haus

Foto: Silke Eberspächer, Sabine Heymann

„ ...Dafür hat Stefan Morgenstern einen ästhetisch bestechenden Raum konstruiert, mit einer verschiebbaren Wand, die von den Tänzern zu extravaganten Aktionen benutzt und zum Schluss erwartungsgemäß durchbrochen wird. Das mutet in seiner Reinheit wie ein Labortest in einer Akademie für Gesteinsforschung an, wie eine choreografische Übung in Bodenerkundung...“

- Horst Kögler / Stuttgarter Zeitung

„ ...Bühnen- und Kostümbildner Stefan Morgenstern ließ sich in der Ausstattung nicht lumpen. Für die Auftaktszene die Vorkoster (zur Musik von Peer Lindgren und Martin Christoph Riedel) vermittelt er mit wallendem Blutvorhang, Über-Lüster und zeitgerechtem Outfit eine barocke Fiktion.  Ein argloser Gast (Christian Maier) gerät auf die Speisekarte eines greisen Schlossbesitzers. Passend drapiert mit allerlei Appetitanregern wird er dem Hausherrn adamsmäßig serviert, der sich auch gleich - Gicht hin, Rheuma her - über ihn her macht. Hier ließ Orgienspezialist Caravaggio heftig grüßen. ...“

- Jens Vosskamp / Nürnberger Nachrichten

„ ...Trotzdem sind die Vorkoster weit von kannibalistischen Ausschweifungen entfernt, Ballettchefin Kurz hat mit ihrer Kompanie ihr ein gewitztes Katz- und Mausspiel zwischen Versuchen und Probieren angerichtet. Stefan Morgenstern schuf dazu mit Kronleuchter und weit geschwungenem Vorhang einen mondänen, in den rätselhaften Halbdunkel gehaltenen Raum, an dessen Rückseite zwei Köche vor sich hinwerkeln. Was um sie herum passiert, beeindruckt sie wenig, obwohl es für ihre Kunst durchaus entscheidend ist: Schließlich muss die Hauptspeise erst eingefangen werden...“

- Thomas Heinold / Nürnberger Zeitung

„ ...So greift sie auf ihren skurrilen Humor in den „Vorkostern“ zurück, ihren Sinn für irritierende und überraschende Bühnenwirkung im Bergwerk und setzt auf ihre neu gewonnenen Fähigkeiten zum mitreißend dynamischen und den Raum eroberten Ensembleszenen in Tideland. Das gelingt nicht zuletzt auch dank der suggestiven, farbdramaturgischen Ausstattung ihres künstlerischen Weggefährten Stefan Morgenstern...“

- Helge Martin / Cannstatter Zeitung

„ ...In Eggerts „Milleniumsschuffle“ gehen Tanz und Pantomime eine ungewöhnliche Liaison ein. Daniela Kurz und Ausstatter Stefan Morgenstern schaffen ein witziges Panoptikum ferngesteuerter Forscher der Unwägbarkeiten. Zischend und gurgelnd, klatschend und stampfend werden die Tänzer selbst zu Instrumenten im Ablauf kinetischer Betriebsamkeit. Zahnradbetrieben klopfen sich die fortschrittsgläubigen Sinnsucher durch alle Widerstände. Doch die Expedition ist vergeblich, die Beschränkung liegt in der Spiegelung des Ursprungs...“

- Bayerische Staatszeitung

„ ...Als hätte sie eine wichtige künstlerische Etappe erreicht, nämlich erstmals das kontinuierliche Arbeiten mit einer begeisterungsfähigen und technisch hochqualifizierten Gruppe, scheint die Choreographin nicht nur entschlossen nach vorne, sondern auch dankbar zurückzuschauen, zitiert ihren skurrilen Humor in den „Vorkostern“, ihren Sinn für irritierende und überraschende Bühnenwirkungen im „Bergwerk“ und ihre neu gewonnene Fähigkeit zu mitreißend dynamischen und den Raum erobernden Ensembleszenen in „Tideland“. Das gelingt nicht zuletzt auch dank der suggestiven, farbdramaturgischen Ausstattung ihres künstlerischen Weggefährten Stefan Morgenstern...“

- Bernd Krause