Grace und Glorie

Regie: Silvia Armbruster

Bühne: Stefan Morgenstern u. Michael S. Kraus

Volkstheater Wien

„ ...Silvia Armbruster hat mit ihrem Regiedebüt am Volkstheater, so viel sei vorausgesagt, dem Haus einen Publikumsrenner beschert. Feinfühlig geht sie mit den Figuren um, konkret und klar hat sie die Situation ganz ohne falsche Sentimentalität und mit viel Spielschwung im Griff. Hühner gackern, Bulldozer walzen.

Sehr zu Hilfe kommt ihr dabei die Bühnenlösung von Michael S. Kraus und Stefan Morgenstern. „Draußen“ gackern die Hühner, lassen Bulldozer Wände einstürzen, „drinnen“ deutet das Interieur zwar die Karge, enge Bauernstube an, wurde das Geschehen aber auf eine kunstvolles¬†wie praktikables Podest erhoben...“

- Karo Wiesauer / Wiener Kurier

„ ...Der Aufeinanderprall einer hoch modernen Lebensart und eine geradezu vorsintflutlichen Existenzweise - etwas befremdlich, das in ein giftiges Grün getauchte Bühnenbild von Stefan Morgenstern und Michael S. Kraus - entbehrt nicht komischer Aspekte. Etwa, wenn die lebenskluge Alte mit Nachsicht und Humor helfend eingreift, so oft ihre aufopferungsvolle Besucherin mit den Tücken eines ländlichen Haushaltes nicht zu Rande kommt. Alsbald entdeckten sie auch Gemeinsamkeiten - vor allem im Verlust von Kindern und so gelingt es Gloria schließlich auch, ihr eigenes traumatisches Erlebnis aufzuarbeiten...“

- Manfred A. Schmidt / Wiener Zeitung

„ ...Das Bühnenbild im Wiener Volkstheater verschlägt die Zuschauer in eine andere Welt, eine Mischung aus menschlicher Vorzeit und Science-Fiction Zukunft. Als hätten Flechten und Moose die Häuser verschlungen, sind alle Wände und Ladenkästen im grellen Grün gehalten. Auf einem Podest ein Bett, unten ein uralter Herd mit langem Ofenrohr, aus dem es später kräftig rauchen wird, und ein Brunnen, aus dem tatsächlich Wasser fließt. Zwischendurch neigt sich eine Wand bedrohlich mit Krach nach vorne; Höllenlärm mit Blitzen unterbricht dann und wann das fast idyllische Geschehen.

Das schräge Bühnenbild (Michael S. Kraus / Stefan Morgenstern) steht im Widerspruch zum Stück, das in seiner Berechenbarkeit ein Hauch Bitterkeit durchzieht, aber richtig nach dem Geschmack des Publikums serviert werden kann...“

- Alfred Pfoster / Salzburger Nachrichten