Les enfants terrible

Tanzoper von Phillip Glass

Musikalische Leitung: Michael Clark

Regie u. Choreographie: Daniela Kurz

Bühne u. Kostüme: Daniela Kurz u. Stefan Morgenstern

Dramaturge: Klaus Angermann

Staatstheater Nürnberg

Foto: Sabine Heymann

„ ...Auch Raumgestaltung und Kostüme (von Kurz und Morgenstern entworfen) fügen sich nahtlos in das Gesamtkunstwerk aus Musik, Szene und Tanz. Wie eine klaffende Wunde stechen die an Theater-Kutten erinnernden orangeroten Gewänder der Sänger aus dem Grau-weiß des kahl lieblosen Raumes hervor. Die Überreste von weißer Schminke in den Gesichtern unterstreichen das Imaginäre der Theaterwelt, das im Leben von Bruder und Schwester schicksalhaft die Oberhand gewinnen wird...“

- Claudia Gass / Stuttgarter Zeitung

„ ...Stefan Morgenstern hat im Nürnberger Schauspielhaus einen vielfältig nutzbaren Raum für das Spiel dieser Menage a troi (zu den Geschwistern noch der Junge Gerard, intensiv gesungen von Stefan Liefland) geschaffen: Mit raumhohen Metallstangen sehr passend zur Martellato - Härte  von Glass Musik, ein umgrenzender Lebensraum und eine undefinierte Weite zugleich...“

- Uwe Mitsching / Bayerische Staatszeitung

„ ...Der Tanz wird zum Bodensatz, in dem die schrecklichen Kinder ihr Spiel treiben: Lautlos und wie vom Durchzug durch verlassene Räume getriebene Staubwolken huschen die Tänzer vorüber, einer Rotte Katzen gleich umschleichen sie die artifizielle Gesellschaft, setzen aus Fragmenten ein Bildnis zusammen und wirken in dem Domizil selbst als Vogelschwarm ebenso gefangen aufgegeben wie die in müde Erstarrung fallenden Protagonisten...

...Dem klugen Bühnenbild von Stefan Morgenstern sei Dank, ist die von Michael Clark dirigierte und durch Graham Cox, Andreas Petzold und Christian Reuter vorgetragene Klaviermusik auch optisch präsent. Morgenstern hat auf der Rückseite des Bühnenraumes ein flaches Fenster eingelassen, breit genug, 2 einander gegenüberstehende Flügel zu umrahmen. Das 3. Instrument ist am vorderen Bühnenrand platziert. Der Akustik schadet die Isolierung nicht, im Gegenteil. Nicht nur bei den nervös pochenden Akkorden erklingt die von den 6 Händen gespielte Musik als Einheit, auch die melodiösen Läufe finden zueinander und ziehen das Publikum immer tiefer in den Sog des Geschehens, das seine Kraft aus der fein austarierten Verzahnung der Sparten zum Gesamtkunstwerk gewinnt...“

- Julia Förch / Stuttgarter Nachrichten

„ ...„Les Enfants Terribles“ führt die 3 Sparten des Nürnberger Staatstheaters zusammen: Gleichzeitig agieren das Tanzensemble, die 4 Opernsänger sowie der Schauspieler Hannes Seebauer auf der Bühne, einem Raum mit beklemmend klaustrophobischer Atmosphäre (Bühnenbild Stefan Morgenstern)...“

- Schwäbische Zeitung online