Ma.Donna

ma.donna

Choreographie: Amanda Miller,
Anna Vita, Lauri Stallings

Bühne u. Kostüme:
Stefan Morgenstern

Theater Augsburg

Foto: Nik Schölzel

„… Aber dann der Höhepunkt: “Agnes Bernauer”. Ein Fürstensohn verliebt sich in eine einfache Baderstochter und ist bereit, dafür seine Macht aufzugeben. Die Gesellschaft und sein Vater lassen das nicht zu, er soll eine andere Heiraten. Die nicht standesgemäße Person wird beseitigt. …

… Ausstatter Stefan Morgenstern stellt dafür auf der Augsburger Drehbühne die zwei konkurrierenden Welten des Dramas einander gegenüber: auf der einen Seite die Baderstube, die an eine moderne Wellness-Oase erinnert, der anderen Seite der Hof mit seiner Ahnengalerie, Strenge steht gegen Lebenslust, Haltung gegen Entspannung. Die Gegensätze spiegeln sich bis in die Kleidung. In der Baderstube werden schon mal die Hosen heruntergelassen, wird die Krawatte ausgezogen; im Palast sitzen Anzüge und Kleider wie Korsetts. …

… Die Drehbühne wird jedoch nicht  nur zur Verdeutlichung der Standesgegensätze eingesetzt, sie sorgt zudem für eine dramatische Zuspitzung, indem sie mehrere Handlungsabläufe gleichzeitig vorbeiziehen lässt.

So gelingt Anna Vita ein Drama, das die Zuschauer berúhrt und keine Minute abschweifen lässt. …“

- Birgit Müller-Bardorf / Augsburger Allgemeine