Rusalka

Oper von Dvorak

Regie: Jochen Biganzoli

Bühne u. Kostüme: Stefan Morgenstern

Landestheater Detmold

Foto: Michael Hoernschemeyer

„Eine Nixe im Internet-Zeitalter? Regisseur Jochen Biganzoli hat bei der „Rusalka“-Premiere im Landestheater eine schlüssige, gegenwärtige Interpretation der romantischen Märchenoper geboten.

... In der Ausstattung von Stefan Morgenstern kann der Regisseur seiner Vorliebe für Traumsequenzen frönen. Täuschung wird durch einen Zerrspiegel erreicht. Auch der durch einen Extrachor ergänzte Chor, einstudiert von Marbod Kaiser, nimmt das Unheil schon beim Hochzeitsfest vorweg. Am Ende liegt eine sterbende junge Frau auf der kahlen Bühne, während die zahlreichen Buchstaben des Bildschirms sehr langsam zerfallen. Und möglicherweise sind auch die aus dem Off erklingenden Liebesschwüre des reumütig zurückgekehrten Prinzen nur eine Traumvision der heutigen Cyberwelt.“

- Ilse Franz-Nevermann / Lippische Landes-Zeitung

Nichts ist unmöglich! Diese Geschichte um die Nixe Rusalka, die aus Liebe Unerlöste, und ihre Familie Wassermann ist rasant und spannend von Regisseur Jochen Biganzoli in die heutige Zeit verlegt. Eine Realwelt mit einem Prinzen in einer Modewelt, in der auch der Laufsteg nicht fehlt. …

Gerade weil keine Märchenwelt auf der Bühne, sondern eher karg in der Küche, Haus und Hof mit einfachen Bühnenelementen, kommt dieses Märchen dem heutigen Publikum ästhetisch magisch näher. …

Kienbaum-Nasrawi macht nicht nur stimmlich eine gute Figur, sondern ihre modischen Verwandlungen sind ein wahrer Hingucker. …

Obwohl in einer so ganz anderen Kulisse mit der Ausstattung von Stefan Morgenstern, ist diese Märchenoper ein gelungenes Ganzes geworden.

- Lippe Aktuell