Cyrano de Bergerac

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti

Choreografie und Regie: Anna Vita

Bühne: Stefan Morgenstern

Kostüme: Kristopher Kempf

Dramaturgie: Christoph Blitt

Mainfranken Theater Würzburg

Foto: Lioba Schöneck

Cyrano zwischen Poesie und Komik

Die Ballettversion des "Cyrano de Bergerac" gefällt am Würzburger Mainfranken Theater mit Poesie und Komik.

„...Anna Vita hat das romantisch-komödiantische Versdrama, das Edmond Rostand Ende des 19. Jahrhunderts schrieb und das seitdem immer wieder aufgeführt und verfilmt wurde, in ein großes Handlungsballett umgearbeitet. Zwischen langen, schmalen, beweglichen Papierwänden, die auf der großen Bühne unterschiedliche Schauplätze entstehen und die einzelnen Szenen mit Lichtprojektionen verdeutlichen lassen (beeindruckend stimmungsvolle Bühne: Stefan Morgenstern), spielen sich opulente Feier-, Fecht- und Kriegsszenen, kleine intime Momente und große Gefühle ab – zum Staunen und Schauen fürs Publikum, das sich an farbenfrohen Kostümen (Kristopher Kempf) erfreuen und der geschickt zwischen weichen und wuchtigeren Szenen wechselnden Handlung folgen kann. ...“

- Ursula Düring / Main-Post

Macht des GefÜhls im Fokus

Mainfranken Theater: Ballettproduktion „Cyrano de Bergerac“ feierte Premiere / Mit einem langanhaltenden und dann rhythmischen Applaus bedacht

„Anna Vitas neueste Ballettproduktion "Cyrano de Bergerac" nach der gleichnamigen Heroischen Komödie von Edmond Rostand kam im nahezu ausverkauften Großen Haus am Mainfranken Theater zur Uraufführung und wurde mit einem langanhaltenden und dann rhythmischen Applaus bedacht.

…Wie lässt sich eine solche literarische Vorlage, die von der schöpferischen Kraft fantasievoller und virtuos-subtiler Verse lebt, mit der stummen Kunst des Tanzes neu erzählen? Anna Vita übersetzt mit ihrer Choreografie die Macht der schönen Worte in reine Poesie, indem sie ein entschiedenes Plädoyer für die Kraft des Gefühls und der Liebe auf die Bühnen bringt. Nichts anderes ist der Kern der Komödie, deren komische und tragische Elemente tänzerisch nachempfunden werden. Behutsam eingesetzte "Sehhilfen" in Form von Projektionen - etwa der in Französisch geschriebenen Liebesbriefe auf schmalen weißen Bändern - erleichtern das Verständnis der Handlung. Nachdrücklich in Erinnerung blieb bei der Uraufführung die Szene, in der Cyrano auf eines dieser Bänder seine betörenden Zeilen schreibt, die dann aufsteigen, an einem anderen Band wieder herunterschweben und voller Sehnsucht von Roxane regelrecht aufgesogen werden. Wie hin- und her flatterndes Papier werden die schmalen, schneeweißen Bahnen von den Tänzern vor tiefschwarzen Wänden bewegt und bieten eine reizvolle Fläche für farbige Projektionen, die den Handlungsablauf illustrieren. …

… Das luftig-schwerelos wirkende Bühnenbild von Stefan Morgenstern und die an das Rokoko erinnernden Kostüme von Kristopher Kempf gaben der Geschichte um die poetische Feder eines empfindsamen Cyrano de Bergerac Klarheit und Struktur.“

- Felix Röttger / Fränkische Nachrichten